Gemeinschaftspraxis für Psychotherapie
Langen & Ziervogel
Schillerstraße 1 • 99096 Erfurt
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Psychologische PsychotherapeutinVerhaltenstherapie
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Weitere inhaltliche Informationen finden Sie im Reiter Patienteninformationen.
Psychologischer PsychotherapeutVerhaltenstherapie
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Psychologischer Psychotherapeut (i. A.)Verhaltenstherapie
Psychologische Psychotherapeutin (i. A.)Verhaltenstherapie
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Liebe Patientinnen und Patienten,
wir, Dipl. Psych. Silke Langen und Dipl. Psych. André Ziervogel, freuen uns, Sie auf der Seite unserer Gemeinschaftspraxis für Psychotherapie zu begrüßen. Diese Seite soll nicht nur Kontaktdaten sammeln, sondern Ihnen auch eine verständliche, zeitgemäße Orientierung geben: Was ist Psychotherapie überhaupt? Was meinen wir mit Verhaltenstherapie? Wie arbeiten wir konkret? Und wie verlaufen Sprechstunde, Diagnostik, Einzel- und Gruppenbehandlung?
Freie Sprechstundentermine finden Sie über Terminbuchung oder über die Terminservicestelle (TSS).
Wenn Sie sich als Privatpatientin oder Privatpatient, beihilfeberechtigte Person oder Selbstzahlerin beziehungsweise Selbstzahler über Therapiemöglichkeiten informieren möchten, finden Sie die entsprechenden Hinweise unter Privatpatienten, Beihilfe und Selbstzahler.
Kombinations- und Gruppenangebote bilden einen Schwerpunkt unseres Behandlungsangebots. Über unsere verschiedenen Gruppen informieren wir unter Gruppenangebote.
Telefonische Erreichbarkeit, direkte Ansprechpartner und Therapeutenprofile finden Sie gebündelt im Reiter Therapeuten.
Nach dem Psychotherapeutengesetz ist Psychotherapie eine wissenschaftlich anerkannte Behandlungstätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung psychischer Störungen mit Krankheitswert.
Diese rechtliche Definition ist wichtig, weil sie den hohen heilkundlichen Standard der Psychotherapie auch rechtlich absichert. Sie beschreibt jedoch nur einen Teil dessen, was in guter Psychotherapie tatsächlich geschieht. Psychotherapie ist für uns weder bloßes „Reden über Probleme“ noch ein starres Reparaturmodell, in dem Beschwerden einfach „wegtherapiert“ werden sollen. Ein auf reine Funktionswiederherstellung verengtes Verständnis greift dabei oft zu kurz, auch wenn in einem solchen Vorgehen viel Heilsames und Wichtiges geschehen kann. Lebensprobleme und Leiden haben oft eine Geschichte und nicht selten auch eine Funktion. Sie können Ausdruck von Versuchen sein, mit Belastung, innerer Not oder schwierigen Lebensumständen umzugehen. Wenn solche Verhaltensweisen und Muster Menschen auf Dauer davon abhalten, entsprechend ihren Bedürfnissen und Werten zu leben, kann Psychotherapie helfen, neue Erfahrungen, Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Sie soll dazu befähigen, das eigene Leben unter den gegebenen Voraussetzungen und Umständen wieder stärker als stimmig, wertvoll und den eigenen Bedürfnissen entsprechend zu gestalten.
Die Verhaltenstherapie ist eines der in der gesetzlichen Krankenversicherung anerkannten Richtlinienverfahren der ambulanten Psychotherapie. Sie fragt danach, wie Erleben, Verhalten, Körperreaktionen, Gedanken, Gefühle, Lebensgeschichte und aktuelle Lebensumstände zusammenwirken und an welchen Stellen Veränderung möglich wird. Damit ist sie ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren, das psychische Beschwerden nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit Lernen, Biographie, Beziehungserfahrungen und gegenwärtigen Lebensbedingungen versteht.
Im klassischen Sinne ist Verhaltenstherapie ein lern- und handlungsorientiertes Verfahren. Sie geht davon aus, dass belastende Muster nicht zufällig entstehen, sondern in biografischen, sozialen und situativen Zusammenhängen gelernt, verstärkt oder aufrechterhalten werden. Entsprechend geht es in der Behandlung nicht nur um Einsicht, sondern ebenso um neue Erfahrungen, konkretes Üben, den Aufbau hilfreicher Fähigkeiten und die Übertragung in den Alltag. Verhaltenstherapie ist daher kein passives Geschehen, sondern lebt von der aktiven Mitarbeit der Patientin oder des Patienten.
Zugleich hat sich die Verhaltenstherapie in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich und wissenschaftlich fundiert weiterentwickelt. Insbesondere die Verfahren der sogenannten dritten Welle erweitern den klassischen Ansatz um achtsamkeitsbasierte, werteorientierte, emotionsbezogene und selbstregulationsfördernde Perspektiven. Für unsere Arbeit besonders wichtig sind dabei die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) und die Schematherapie. Ergänzend beeinflussen auch achtsamkeits- und mitgefühlsbasierte Ansätze unsere Arbeit, insbesondere die Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT), Mindful Compassionate Living (MCL) und die Compassion Focused Therapy (CFT).
Psychotherapie wirkt! Zugleich ist sie nicht immer, nicht unter allen Bedingungen und nicht für jeden Menschen in gleicher Weise wirksam. Sie kann helfen, Beschwerden zu lindern, festgefahrene Muster besser zu verstehen, neue Erfahrungen zu ermöglichen und das eigene Leben wieder stärker an Bedürfnissen, Werten und realen Möglichkeiten auszurichten. Anders als in einem stärker medizinisch geprägten Verständnis von Behandlung, in dem Wirkung vor allem als möglichst direkte Verminderung einzelner Symptome verstanden wird, zielt Psychotherapie meist auf komplexere Veränderungen: auf einen veränderten Umgang mit innerem Erleben, auf Beziehungsmuster, Selbstregulation, psychische Flexibilität und konkrete Handlungsmöglichkeiten im Alltag.
Die moderne Therapieforschung zeigt nicht nur, dass Psychotherapie wirksam sein kann. Sie macht auch deutlich, dass die entscheidendere Frage oft lautet, wann, für wen und unter welchen Bedingungen sie wirksam wird. Klaus Grawe beschreibt hierfür mehrere zentrale Wirkfaktoren, also Bedingungen, die therapeutische Veränderung besonders fördern können. Dazu gehören vor allem eine tragfähige therapeutische Beziehung, das Bearbeiten wirklich relevanter Probleme und Gefühle, die Aktivierung vorhandener Stärken und Ressourcen, das Verstehen der inneren Motive und Konflikte eines Menschen sowie die konkrete Unterstützung bei neuen Schritten im Alltag.
Für eine wirksame Psychotherapie ist vor allem die therapeutische Beziehung zentral. Sie soll einen sicheren, verlässlichen und professionell gestalteten Rahmen schaffen, in dem Offenheit, Verstehen und Veränderung möglich werden. Eine gute therapeutische Beziehung bedeutet für uns weder bloße Distanz noch bloße Bestätigung. Sie ist getragen von Einfühlung, fachlicher Klarheit und Respekt, soll Halt geben, aber auch ermutigen, fordern und Entwicklung fördern, wo dies wichtig ist. Ziel ist dabei keine Abhängigkeit, sondern eine tragfähige Arbeitsbeziehung auf Augenhöhe innerhalb der Bedingungen von Psychotherapie.
Psychotherapie hilft meist nicht dadurch, dass man nur abstrakt über Probleme spricht. Veränderung wird eher dann möglich, wenn die Situationen, Gefühle, Beziehungsmuster und inneren Konflikte, die im Leben tatsächlich belasten, in der Therapie erkennbar und bearbeitbar werden. Was sonst im Alltag zu Angst, Scham, Rückzug, Selbstkritik, Konflikten oder Vermeidung führt, kann in der Therapie verstehbar werden und auf neue Weise erlebt werden.
Gute Psychotherapie schaut nicht nur auf Defizite und Probleme. Sie nimmt auch ernst, was ein Mensch bereits mitbringt, was ihn bisher getragen hat und worauf Veränderung aufbauen kann. Dazu können Fähigkeiten, Beziehungen, Werte, Humor, Durchhaltevermögen, Selbstfürsorge oder bereits bewährte Formen des Umgangs mit Belastung gehören.
Veränderung wird oft erst dann wirklich tragfähig, wenn klarer wird, was jemanden innerlich antreibt, was er schützen will, worunter er leidet und warum bestimmte Muster immer wiederkehren. Es geht also nicht nur darum, Probleme zu benennen, sondern auch darum zu verstehen, welche Bedürfnisse, Ängste, Loyalitäten, Sehnsüchte oder Konflikte darin wirksam sind. Erst dann kann Veränderung nicht nur vernünftig erscheinen, sondern sich auch innerlich stimmig anfühlen.
Psychotherapie soll nicht bei Einsicht stehen bleiben. Neue Erfahrungen und neue Sichtweisen müssen sich auch im wirklichen Leben bewähren. Deshalb gehören zur Therapie oft konkrete Übungen, kleine Veränderungsschritte, Nachspüren, Selbstbeobachtung oder therapeutische Hausaufgaben. So kann das, was in der Sitzung angestoßen wird, auch im Alltag wirksam werden.
Psychotherapie wirkt. Das heißt aber nicht, dass sie immer, unter allen Bedingungen und für jeden Menschen wirksam ist. Moderne Therapieforschung spricht deshalb gegen ein zu einfaches Heilsversprechen und richtet den Blick stärker auf die Frage, wann, für wen und unter welchen Bedingungen Psychotherapie hilfreich wird. Statistisch lässt sich nur vorsichtig und in Abhängigkeit von Störungsbild, Schweregrad, Dauer, Begleiterkrankungen, Lebensumständen und therapeutischer Passung sagen, dass ein größerer Teil der Patientinnen und Patienten deutlich profitiert, ein relevanter Teil jedoch nur begrenzt oder nicht ausreichend anspricht, und ein kleinerer Teil auch Verschlechterungen erleben kann. Psychotherapie ist deshalb kein allgemeines Heilsversprechen und auch nicht immer für sich allein ausreichend. Sie kann sehr hilfreich sein, braucht aber Beziehung, Passung, aktive Mitarbeit und nicht selten auch Veränderungen außerhalb der Therapie oder zusätzliche Hilfen. Entscheidend ist letztlich nicht nur, was Statistiken im Allgemeinen sagen, sondern ob Patientin oder Patient und Therapeutin oder Therapeut im konkreten Verlauf gemeinsam prüfen können, dass diese Therapie hier und jetzt tatsächlich eine Hilfe ist.
Therapeutische Veränderung entsteht zudem meist nicht nur in der Sitzung. Eine Therapiesitzung dauert im Einzelsetting in der Regel 50 Minuten, im Gruppensetting in der Regel 100 Minuten. Vieles, was in der Sitzung vorbereitet, verstanden oder emotional angestoßen wird, muss zwischen den Sitzungen weiterverarbeitet, beobachtet, erprobt und eingeübt werden. Gerade in der Verhaltenstherapie gehören deshalb oft auch therapeutische Hausaufgaben dazu, etwa Nachbereitung der Sitzung, Selbstbeobachtung, kleine Übungen, konkrete Veränderungsschritte oder die Anwendung neuer Sichtweisen im Alltag. Psychotherapie ist daher kein passives Geschehen, sondern lebt von aktiver Mitarbeit und Eigenverantwortung. Als alltagsnahe Orientierung kann es sinnvoll sein, neben der Sitzungszeit mindestens etwa 30 Minuten pro Woche, häufig aber eher ein bis zwei Stunden für Nachbearbeitung, Üben oder Transfer einzuplanen.
Psychotherapie hat jedoch auch Grenzen. Sie verläuft nicht immer geradlinig, nicht jede Methode passt zu jedem Menschen, und nicht jede Behandlung führt zu der erhofften Besserung. Manchmal braucht Veränderung mehr Zeit, ein anderes Vorgehen, ein anderes Setting oder zusätzliche Unterstützung. Gerade deshalb ist es wichtig, den Verlauf gemeinsam offen zu beobachten, Rückmeldungen ernst zu nehmen und bei ausbleibendem Fortschritt oder Schwierigkeiten frühzeitig das Gespräch zu suchen.
Wie jede wirksame Behandlung kann auch Psychotherapie belastende oder unerwünschte Wirkungen haben. Dazu gehören etwa vorübergehende Verschlechterungen, das deutlichere Spüren belastender Gefühle, innere Verunsicherung, Konflikte in Beziehungen oder die Erfahrung, dass bislang vermiedene Themen nicht länger ausgeblendet werden können. Solche Entwicklungen bedeuten nicht automatisch, dass Therapie falsch läuft. Sie sollten aber frühzeitig angesprochen, gemeinsam eingeordnet und in der Behandlung berücksichtigt werden. Gerade deshalb sind Transparenz, gute Aufklärung, eine verlässliche therapeutische Arbeitsbeziehung und ein klarer ethischer Rahmen so wichtig.
Die folgenden Informationen beziehen sich auf den gesetzlichen und organisatorischen Rahmen der ambulanten Psychotherapie mit Stand April 2026. Gerade im Bereich der Psychotherapie können sich Richtlinien, Antragswege und Leistungsumfänge ändern. Die Aktualität sollte deshalb im Einzelfall immer noch einmal geprüft werden, insbesondere über die Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses, die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Patienteninformation Wege zur Psychotherapie.
Der Einstieg in eine ambulante psychotherapeutische Behandlung beginnt in der Regel mit einer psychotherapeutischen Sprechstunde. Daran können sich, je nach Problemlage, Dringlichkeit und Behandlungsbedarf, eine Akutbehandlung, probatorische Sitzungen und anschließend eine Richtlinienpsychotherapie im Einzel- oder Gruppensetting anschließen. Die Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses bildet hierfür den verbindlichen Rahmen der ambulanten Psychotherapie in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Wenn eine rasche Stabilisierung notwendig ist, kann zunächst eine Akutbehandlung sinnvoll sein. Sie dient der kurzfristigen Hilfe in akuten Krisen und umfasst bei Erwachsenen bis zu 24 Einheiten à 25 Minuten, also insgesamt bis zu 600 Minuten. Mehrere 25-Minuten-Einheiten können auch zu einem längeren Termin zusammengelegt werden. An eine Akutbehandlung kann sich bei Bedarf eine Richtlinientherapie anschließen. Die Patienteninformation Wege zur Psychotherapie beschreibt die Akutbehandlung entsprechend als rasche Hilfe bei akuten Krisen.
Wenn eine weiterführende Behandlung in Betracht kommt, folgen in der Regel probatorische Sitzungen. Sie dienen der genaueren diagnostischen Einordnung, dem gegenseitigen Kennenlernen, der gemeinsamen Zielklärung und der Prüfung, ob die therapeutische Zusammenarbeit tragfähig ist. Vor Beginn einer Behandlung sind dabei mindestens zwei und höchstens vier probatorische Sitzungen à 50 Minuten vorgesehen. Wege zur Psychotherapie beschreibt diese Phase als Probesitzungen, in denen auch der Behandlungsplan entwickelt und abgestimmt wird.
Die anschließende ambulante Psychotherapie kann als Einzeltherapie, als Gruppentherapie oder, je nach Verfahren und Indikation, in einer Kombination aus beiden stattfinden. Eine Sitzung umfasst in der Regel 50 Minuten im Einzelsetting. In der Gruppe sind, je nach Ausgestaltung, längere Einheiten üblich, auf unserer Seite gehen wir hierfür orientierend von 100 Minuten aus. Welche Form sinnvoll ist, hängt von der Problemlage, den Zielen, der Belastbarkeit, den Beziehungsmustern und den organisatorischen Möglichkeiten ab. Gruppentherapie ist dabei kein bloßer Ersatz für Einzeltherapie, sondern häufig ein eigenständiges und wirksames therapeutisches Setting.
In der gesetzlichen Krankenversicherung wird bei der Verhaltenstherapie zunächst meist eine Kurzzeittherapie beantragt. Diese ist in zwei Abschnitte gegliedert: Kurzzeittherapie 1 mit bis zu 12 Stunden und Kurzzeittherapie 2 mit weiteren 12 Stunden. Reicht dies nicht aus, kann eine Langzeittherapie beantragt oder eine begonnene Kurzzeittherapie in eine Langzeittherapie umgewandelt werden. Bei Erwachsenen liegt das erste Stundenkontingent der Langzeittherapie in der Verhaltenstherapie bei bis zu 60 Stunden. Eine Verlängerung auf bis zu 80 Stunden ist möglich, wenn dies fachlich begründet und bewilligt wird.
Eine Behandlung besteht dabei nicht nur aus den Sitzungen selbst. Vieles, was in der Therapie verstanden, vorbereitet oder emotional angestoßen wird, muss zwischen den Sitzungen weiterverarbeitet, beobachtet, erprobt und eingeübt werden. Gerade in der Verhaltenstherapie gehören deshalb häufig auch konkrete Übungen oder therapeutische Hausaufgaben dazu. Je nach Behandlungssituation kann es sinnvoll sein, neben der Sitzungszeit zusätzliche Zeit für Nachbereitung, Selbstbeobachtung, Protokolle, Transfer oder alltagsbezogene Veränderungsschritte einzuplanen.
Psychotherapie verläuft nicht bei allen Menschen gleich. Dauer, Frequenz, Setting und Schwerpunkt der Behandlung richten sich nach Problemlage, Verlauf, Passung und den Möglichkeiten des jeweiligen Behandlungsrahmens. Manchmal steht zunächst die Orientierung und Stabilisierung im Vordergrund, manchmal eine Akutbehandlung, manchmal eine Kurzzeittherapie, manchmal früh eine Langzeittherapie oder eine Kombination mit Gruppenbehandlung. Entscheidend ist, dass der Behandlungsweg nicht schematisch festgelegt, sondern gemeinsam und fachlich begründet entwickelt wird. Einen gut verständlichen Überblick zu Sprechstunde, Akutbehandlung, Probesitzungen, Behandlung in der Praxis und Patientenrechten finden Sie auch unter Wege zur Psychotherapie.
Psychotherapie findet nicht nur in einem fachlichen, sondern auch in einem rechtlichen, ethischen und organisatorischen Rahmen statt. Mit der Aufnahme einer Behandlung kommt bereits ein Behandlungsvertrag im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches zustande. Das BGB regelt hierfür ausdrücklich die vertragstypischen Pflichten des Behandlungsvertrags (§ 630a BGB), das notwendige Zusammenwirken von Behandelnden und Patientinnen oder Patienten (§ 630c BGB), die Einwilligung (§ 630d BGB), die Aufklärung (§ 630e BGB), die Dokumentation (§ 630f BGB) und das Recht auf Einsicht in die Behandlungsakte (§ 630g BGB).
Zu Beginn einer weiterführenden Behandlung wird dieser gesetzliche Rahmen in unserer Praxis zusätzlich durch einen ausdrücklich besprochenen und zu unterzeichnenden Therapievertrag beziehungsweise eine Behandlungsvereinbarung konkretisiert. Darin werden insbesondere Setting und Ablauf der Behandlung, organisatorische Regelungen zu Terminen und Ausfällen, Hinweise zu Aufklärung und Einwilligung, Dokumentation, Schweigepflicht, Datenschutz, Patientenrechten sowie die wechselseitigen Erwartungen an die therapeutische Zusammenarbeit näher festgehalten. Eine solche schriftliche Konkretisierung dient dem Schutz der Patientinnen und Patienten, der Transparenz der Behandlung und zugleich einem verlässlichen Rahmen für beide Seiten.
Zu Ihren Rechten als Patientin oder Patient gehört insbesondere, dass Sie verständlich aufgeklärt werden, in Behandlungsentscheidungen einbezogen werden und Fragen stellen können. Eine Behandlung setzt grundsätzlich Ihre Einwilligung voraus. Außerdem haben Sie das Recht, Einsicht in Ihre Behandlungsakte zu verlangen. Dieses Einsichtsrecht kann nur in eng begrenzten Ausnahmefällen eingeschränkt werden, etwa wenn erhebliche therapeutische Gründe oder erhebliche Rechte Dritter entgegenstehen.
Psychotherapie braucht zugleich einen sicheren und professionellen Beziehungsrahmen. Dazu gehört auch, dass das bestehende Machtgefälle nicht ausgenutzt werden darf. Therapeutinnen und Therapeuten tragen die Verantwortung für die professionelle Gestaltung der Behandlung, für klare Grenzen und für die Wahrung der Würde, Integrität und Autonomie ihrer Patientinnen und Patienten. Private, berufliche oder finanzielle Abhängigkeiten außerhalb des Behandlungsrahmens sowie jede Form von Grenzüberschreitung oder Missbrauch sind mit diesem Berufsverständnis unvereinbar.
Sollten Sie sich in Ihren Rechten verletzt sehen oder den Eindruck haben, dass berufsrechtliche oder ethische Standards nicht eingehalten werden, bestehen Beschwerde- und Beratungswege. Patientinnen und Patienten können sich bei der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer (OPK) beschweren. Darüber hinaus können Sie sich auch an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden. Einen allgemeinverständlichen Überblick über Patientenrechte in der Psychotherapie bietet außerdem Wege zur Psychotherapie.
Die rechtlichen und berufsrechtlichen Rahmenbedingungen können sich ändern. Für unsere Darstellung gehen wir vom Rechtsstand April 2026 aus. Gerade bei Fragen zu Richtlinienpsychotherapie, Patientenrechten, Dokumentation, Datenschutz oder Beschwerdewegen sollte die Aktualität im Einzelfall noch einmal geprüft werden. Maßgeblich sind hierbei insbesondere die einschlägigen gesetzlichen Regelungen, die Informationen der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer und die jeweils aktuellen Hinweise der zuständigen Institutionen.
Patientenverständliche Orientierung zu Sprechstunde, Akutbehandlung, Probesitzungen, Behandlung in der Praxis und Patientenrechten.
Rechtlicher Rahmen des Berufs und der heilkundlichen Psychotherapie. Besonders relevant ist die Definition psychotherapeutischer Tätigkeit in § 1.
Wer einen lebendigen, zugewandten und zugleich gut verständlichen Einstieg in ACT sucht, dem seien besonders zwei Bücher von Steven C. Hayes empfohlen: Hayes, S. C. (2020). A liberated mind: How to pivot toward what matters. Vermilion sowie Hayes, S. C. (2021). Kurswechsel im Kopf: Wie achtsame Entscheidungen unsere Lebensrichtung verändern. Beltz. Hayes schreibt darin nicht nur als Mitbegründer der ACT, sondern auch mit dem Erfahrungsschatz eines selbst betroffenen Menschen. Gerade deshalb vermitteln diese Bücher ACT nicht bloß als Methode, sondern als ermutigende, menschliche und oft befreiende Perspektive auf Leiden, Feststecken und die Möglichkeit, das eigene Leben wieder stärker an dem auszurichten, was wirklich wichtig ist.
Wenn Sie neugierig geworden sind oder einfach einmal einen Eindruck bekommen möchten, wie ACT-Therapie aussehen kann, können zwei nachgestellte Therapievignetten hilfreich sein: eine zur kognitiven Defusion und eine zum Konzept der psychischen Flexibilität. Therapievignette zur kognitiven Defusion und Therapievignette zur psychischen Flexibilität.
Zum Schmunzeln und als etwas ungewöhnlicher Zugang eignet sich außerdem das Lied von Steven C. Hayes ab Minute 2:17: Steven C. Hayes: Song / Video.
Für einen ersten verständlichen Überblick eignet sich besonders Eckhard Rödigers Einführungsseite Was ist Schematherapie? sowie das dort bereitgestellte PDF. Gut lesbar und patientennah ist außerdem Rödiger, E. (2024). Mein Schematherapie-Journal. Junfermann.
Wenn Sie selbst etwas mit- und hineinschreiben möchten, eignen sich insbesondere die beiden Reinschreibbücher Jacob, G., van Genderen, H., & Seebauer, L. (2021). Meine Lebensmuster verändern: Das Selbsthilfe-Workbook zur Schematherapie. Beltz sowie Rödiger, E. (2024). Mein Schematherapie-Journal. Junfermann.
Wenn Sie einen ersten anschaulichen Eindruck bekommen möchten, können typische, nachgestellte Therapieszenen hilfreich sein, etwa zur Überwindung von Erlebnisvermeidung oder zur Illustration von Stuhldialogen. Als Videoeinstiege eignen sich Einführungsvideo zur Schematherapie sowie Videoreihe mit typischen Therapieszenen.
Die moderne Schematherapie orientiert sich in wichtigen Teilen an den kontextuellen Verhaltenswissenschaften und zeigt eine große Schnittmenge zur Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) sowie zur Relational Frame Theory (RFT). Eine kleine Einführung zu diesen Bezügen soll hier künftig noch ergänzt werden.
Wer Psychotherapie nicht nur bejahend, sondern informiert und abwägend verstehen möchte, dem seien drei bewusst unterschiedliche Perspektiven empfohlen:
Dieser Bereich richtet sich an privatversicherte Patientinnen und Patienten, Beihilfeberechtigte sowie an Selbstzahlerinnen und Selbstzahler. Er betrifft psychotherapeutische Behandlungen, diagnostische Abklärungen und ergänzende Angebote, die außerhalb der vertragspsychotherapeutischen Regelversorgung erbracht werden. Da sich Zugangswege, Kostenträger, zeitliche Spielräume und organisatorische Rahmenbedingungen in diesem Bereich deutlich unterscheiden können, stellen wir die Informationen hierzu bewusst gesondert dar.
Wir erfüllen unseren Versorgungsauftrag gegenüber den gesetzlich Versicherten nicht nur im Mindestmaß. Dennoch können wir momentan im Privat- und Selbstzahlerbereich deutlich kürzere Wartezeiten und einen direkteren Behandlungsbeginn ermöglichen. Das liegt nicht an einer anderen fachlichen Haltung, sondern an einem anderen organisatorischen und abrechnungstechnischen Rahmen.
Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten gilt: Psychotherapeutische Regelleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung können bei zugelassenen Vertragspsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten grundsätzlich nicht einfach als Selbstzahlerleistung anstelle der Kassenleistung in Anspruch genommen werden. Hintergrund ist, dass Psychotherapie Teil des gesetzlichen Leistungsanspruchs ist und in der vertragspsychotherapeutischen Versorgung dem Sachleistungs- und Wirtschaftlichkeitsprinzip unterliegt. Nur Leistungen außerhalb dieses Regelleistungsrahmens können gegebenenfalls als privat vereinbarte Selbstzahlerleistung in Betracht kommen.
Auch im Privat- und Selbstzahlerbereich beginnt eine gute Behandlung nicht mit vorschnellen Zusagen, sondern mit einer fachlichen Klärung. Am Anfang stehen in der Regel ein erster Kontakt oder Termin zur Orientierung, eine Einschätzung, ob Psychotherapie angezeigt und passend ist, und die Klärung des geeigneten Settings, etwa Einzeltherapie, Gruppenteilnahme, Diagnostik oder ergänzende Formate.
Erst danach wird gemeinsam besprochen, ob und in welchem Rahmen eine verbindliche Behandlung beginnt. Für den notwendigen Sprechstundenkontakt können Sie die Hinweise unter Terminbuchung nutzen oder uns direkt kontaktieren.
Vor Beginn einer privaten oder selbst finanzierten Behandlung stellen wir Ihnen auf Wunsch gern eine erste Kostentransparenz zur Verfügung.
Kostenvoranschlag für Erstgespräch / psychotherapeutische Sprechstunde als PDF öffnen
Bei Privatversicherung und Beihilfe hängt die Erstattung vom jeweiligen Tarif und den beihilferechtlichen Regelungen ab. Es ist daher sinnvoll, frühzeitig zu klären, ob ambulante Psychotherapie, Diagnostik, Gruppentherapie oder ergänzende Formate vom konkreten Vertrag erfasst werden.
Selbstzahlerleistungen werden transparent vorab vereinbart. Maßgeblich ist, dass vor Beginn klar ist, in welchem Rahmen gearbeitet wird und welche Kosten entstehen können. Für privatversicherte und selbstzahlende Patientinnen und Patienten orientieren wir uns streng an der Gebührenordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (GOP) sowie an den hierzu veröffentlichten Abrechnungsempfehlungen der Bundespsychotherapeutenkammer und der Berufsverbände.
Für beihilfeberechtigte Personen in Thüringen kann außerdem die offizielle Information der Thüringer Landesfinanzdirektion zur Beihilfe und Psychotherapie hilfreich sein.
Wenn Sie sich als Privatpatientin oder Privatpatient, beihilfeberechtigte Person oder Selbstzahlerin beziehungsweise Selbstzahler informieren möchten, schreiben Sie uns bitte mit kurzem Hinweis zum Versicherungs- beziehungsweise Kostenrahmen. Bitte übermitteln Sie per E-Mail keine Kriseninformationen oder medizinischen Detailangaben.
Freie Sprechstundentermine und organisatorische Hinweise finden Sie zusätzlich unter Terminbuchung.
Für Anfragen zu Privatbehandlung, Beihilfe und Selbstzahlung können Sie sich direkt an uns wenden. Bitte übermitteln Sie auf diesem Weg keine Kriseninformationen und keine ausführlichen medizinischen Angaben, sondern zunächst nur die für die organisatorische Einordnung notwendigen Angaben.
E-Mail für Anfragenprivatsprechstunde@gemeinschaftspraxis-psychotherapie-erfurt.de
Privatpatienten, Beihilfe und Selbstzahlung beschreiben keine andere Form von Psychotherapie im fachlichen Sinn, sondern einen anderen organisatorischen und abrechnungstechnischen Rahmen. Die fachliche Klärung, Aufklärung, Dokumentation, Schweigepflicht und therapeutische Verantwortung bleiben dieselben.
Wenn Sie uns schreiben, hilft ein kurzer Hinweis, ob es um Privatversicherung, Beihilfe oder Selbstzahlung geht. Bitte übermitteln Sie per E-Mail keine Krisen- oder medizinischen Detailinformationen.
Gruppenpsychotherapeutische Angebote bilden einen Schwerpunkt unserer psychotherapeutischen Arbeit. Wir erleben die Gruppen- und Kombinationsbehandlungen nicht nur als wirksame und gut untersuchte Behandlungsform, sondern auch als eigenen therapeutischen Erfahrungsraum. In Gruppen können Erfahrungen möglich werden, die im Einzelsetting oft nur begrenzt entstehen: echtes Gegenüber, das Erleben, mit Leiden nicht allein zu sein, neue Beziehungserfahrungen, Resonanz, Mitgefühl und behutsame Konfrontation in einem therapeutisch gehaltenen und sicheren Rahmen.
Unser Angebot reicht von der gruppenpsychotherapeutischen Grundversorgung und supportiven Kurzzeitformaten bis hin zu schematherapeutischen Gruppen im Rahmen längerfristiger Behandlungen. Die gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung kann dabei auch ein erster, niedrigschwelliger Zugang sein, um das Format kennenzulernen und zu prüfen, ob eine weiterführende Gruppenpsychotherapie hilfreich sein könnte.
Die Gruppenangebote werden fortlaufend ergänzt. Direkt im Anschluss finden Sie zu jedem Angebot nähere Informationen, die Möglichkeit zur Eintragung in die Warteliste sowie, falls gewünscht, auch die spätere Austragung. Vor einer möglichen Aufnahme ist immer mindestens ein Sprechstundenkontakt erforderlich. Bitte übermitteln Sie über die Formulare keine medizinischen oder Kriseninformationen.
Die Abschnitte Allgemeine Informationen zur Gruppenpsychotherapie und Typische Fragen vor einer Gruppenteilnahme klären möglicherweise die eine oder andere Frage im Vorfeld und ermutigen Sie, eine gruppenpsychotherapeutische Behandlung als Therapiemöglichkeit zu erproben.
Gruppenpsychotherapie bedeutet nicht, dass persönliche Themen in einer beliebigen Runde „offengelegt“ werden müssen. Vielmehr entsteht ein therapeutisch geleiteter und geschützter Rahmen, in dem gemeinsame Themen, zwischenmenschliche Erfahrungen und konkrete Veränderungsschritte bearbeitet werden können. Viele Menschen erleben anfangs Zurückhaltung, Scham, Unsicherheit oder Skepsis gegenüber dem Gruppenformat. Das ist nachvollziehbar und wird im Vorgespräch mitbedacht.
Gerade Gruppen können ein besonderer Ort psychotherapeutischer Erfahrung sein. Hier wird häufig nicht nur über Beziehung, Scham, Rückzug, Selbstkritik, Anpassung oder Einsamkeit gesprochen, sondern es können neue Erfahrungen im Kontakt entstehen: Resonanz, echtes Gegenüber, das Erleben, mit Belastungen nicht allein zu sein, vorsichtige Zugehörigkeit, neue Formen von Abgrenzung, Mitgefühl, Rückmeldung und Entwicklung in einem therapeutisch gehaltenen Rahmen.
Je nach Format kann eine Gruppe unterschiedlichen Zielen dienen: der ersten Orientierung, einer gruppenpsychotherapeutischen Grundversorgung, einer vorbereitenden Klärung, einer supportiven Stabilisierung oder einer eigentlichen Gruppenbehandlung. Manche Gruppen sind eher psychoedukativ und strukturierend, andere stärker erfahrungsbezogen, interaktionell oder schematherapeutisch ausgerichtet. Deshalb unterscheiden sich Gruppen deutlich in Ziel, Methode, Zusammensetzung, Intensität und Atmosphäre. Entscheidend ist immer, ob ein bestimmtes Angebot für Ihr Anliegen fachlich passend und zumutbar ist.
Vor einer möglichen Aufnahme ist deshalb immer mindestens ein Sprechstundenkontakt erforderlich. In diesem Rahmen wird gemeinsam geprüft, ob das jeweilige Gruppenformat sinnvoll erscheint, welche Voraussetzungen gegeben sein sollten und ob eher ein Gruppenangebot, eine Einzelbehandlung, eine Kombination oder zunächst ein anderer Schritt angezeigt ist.
Die gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung kann dabei auch eine niedrigschwellige Möglichkeit sein, erste Erfahrungen mit dem Format zu machen, Hemmschwellen zu verringern und zu prüfen, ob eine weiterführende Gruppenpsychotherapie hilfreich sein könnte. Auch dabei gilt: Nicht jede Gruppe passt zu jeder Person, und nicht jede Person profitiert von jedem Format in gleicher Weise. Entscheidend sind Passung, therapeutische Haltung und ein sicherer Rahmen.
Nein. Offenheit, Tempo und Beteiligung entwickeln sich in einer Gruppe nicht auf Knopfdruck, sondern in einem Prozess. Es ist oft wichtig, zunächst anzukommen, die Gruppe kennenzulernen und ein Gefühl von Sicherheit zu entwickeln. Niemand muss zu Beginn „alles offenlegen“. Zugleich lebt Gruppenpsychotherapie davon, dass mit der Zeit mehr Kontakt, mehr Beteiligung und mehr persönliche Relevanz möglich werden können.
Eine Gruppe kann helfen, eigene Muster im Kontakt mit anderen deutlicher wahrzunehmen. Viele Menschen erleben in Gruppen zum ersten Mal, dass bestimmte Schwierigkeiten nicht nur „in ihrem Kopf“, sondern auch im zwischenmenschlichen Feld verstehbar werden: etwa Rückzug, Scham, Anpassung, Angst vor Ablehnung, übermäßiges Funktionieren, Selbstabwertung oder Schwierigkeiten mit Nähe und Abgrenzung. Gruppen können dadurch ein Ort sein, an dem neue Erfahrungen von Zugehörigkeit, Resonanz, Mitgefühl, Klarheit und Entwicklung möglich werden.
Nein. Gruppentherapie ist ein eigenes therapeutisches Format mit eigenen Möglichkeiten und Anforderungen. Sie lebt nicht nur von der Beziehung zur Gruppenleitung, sondern auch von dem, was zwischen den Teilnehmenden spürbar, verstehbar und veränderbar wird. Gerade darin liegt oft eine besondere Stärke von Gruppen: Manche Themen, vor allem im Bereich von Beziehung, Scham, Selbstwert, Grenzen und Zugehörigkeit, lassen sich hier unmittelbarer erleben und bearbeiten als im Einzelsetting.
Diese Sorge ist häufig und sehr nachvollziehbar. Eine gute therapeutische Gruppe soll gerade keinen ungeschützten Raum schaffen, sondern einen professionell gehaltenen Rahmen, in dem Sicherheit, Respekt und Entwicklung möglich werden. Natürlich können Rückmeldungen, Begegnung und auch Konfrontation Teil einer Gruppe sein. Sie sollen jedoch nicht verletzen oder entblößen, sondern in einer Weise gestaltet werden, die verstehbar, tragbar und entwicklungsfördernd bleibt.
Auch das ist nichts Ungewöhnliches. Gerade Menschen, für die Scham, Rückzug, Anpassung, Angst vor Bewertung oder Unsicherheit im Kontakt eine große Rolle spielen, können sich vom Gruppenformat zunächst eher abgeschreckt fühlen. Das bedeutet nicht automatisch, dass eine Gruppe ungeeignet ist. Oft ist gerade dies ein wichtiger Teil der Prüfung im Vorgespräch: ob und in welchem Rahmen eine Gruppe hilfreich, zumutbar und entwicklungsfördernd sein kann.
Nein. Gruppen unterscheiden sich deutlich in Ziel, Methode, Leitung, Zusammensetzung und Atmosphäre. Es gibt Gruppen, die eher orientierend und strukturierend sind, und andere, die stärker auf Beziehung, Erfahrung und Veränderung im Kontakt setzen. Deshalb ist uns wichtig, im Vorfeld sorgfältig zu prüfen, welches Angebot für Ihr Anliegen sinnvoll erscheint.
Ja, in manchen Fällen kann insbesondere die gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung eine sinnvolle Möglichkeit sein, das Format kennenzulernen und erste Erfahrungen mit Gruppenpsychotherapie zu machen. Sie ersetzt nicht automatisch eine weiterführende Gruppenbehandlung, kann aber helfen, Hemmschwellen zu verringern und die Passung besser einzuschätzen.
Öffentliche Erfahrungsberichte können hilfreich sein, um Berührungsängste zu verringern und sich ein erstes Bild davon zu machen, wie Gruppentherapie erlebt werden kann. Sie ersetzen aber keine fachliche Klärung der individuellen Passung. Nicht jede Gruppe wird gleich erlebt, und nicht jedes Format ist für jede Person in gleicher Weise hilfreich. Entscheidend bleiben die konkrete Gruppe, die therapeutische Haltung und der geschützte Rahmen. Einen beispielhaften öffentlichen Erfahrungsbericht finden Sie hier als Video.
Hinweise zur Austragung: Wir versuchen mit Ihren Daten so sicher wie es technisch möglich ist umzugehen und den besonderen Anforderungen hier gerecht zu werden. Daher nutzen wir für die Austragung ein zweistufiges und dadurch leider etwas aufwendigeres Verfahren. Ziel ist es, Missbrauch Ihrer Daten bestmöglich zu erschweren.
Faktor 1: Ihre hinterlegte E-Mail-Adresse. Faktor 2: Ihr Austragungscode. Nach erfolgreicher Prüfung senden wir einen Einmalcode an Ihre E-Mail-Adresse.
Geben Sie anschließend denselben Datensatz plus den sechsstelligen Einmalcode aus Ihrer E-Mail ein.
Ergänzend zur psychotherapeutischen Versorgung und zu unseren Gruppenangeboten bieten wir je nach Anliegen und Kapazität weitere fachliche Formate für Einzelpersonen, Teams, Institutionen und medizinische Kooperationskontexte an.
Manchmal — und vielleicht sogar meistens — beginnt Veränderung nicht im Kopf, sondern in dem Moment, in dem wir über den Körper wieder in eine Verbindung mit uns selbst kommen. Hier setzt die psychotherapeutische Lauftherapie an.
Lauftherapie ist weit mehr als ein Sportprogramm oder ein plattes „Lauf nur etwas, dann bist du nicht so depressiv“. Sie ist ein psychotherapeutisches, körper- und bewegungsorientiertes Verfahren, das auf einer verhaltenstherapeutischen Grundlage beruht und helfen kann, wieder besser in Kontakt mit sich selbst zu kommen: weniger Kampf gegen innere Zustände, weniger Gefangensein in Selbstbildern und Leistungsdruck, mehr Gegenwärtigkeit, mehr psychische Flexibilität und mehr lebendige Präsenz im eigenen Körper.
Eine Vielzahl empirischer Befunde* legt nahe, dass bewegungs- und körperbezogene und im Besonderen lauftherapeutische Interventionen ein wichtiges ergänzendes Element psychotherapeutischer Behandlung sein können. Das gilt unter anderem für Depressionen, Angst und Stressbelastung, für Schwierigkeiten der Emotionsregulation im Allgemeinen und in bestimmten Konstellationen auch für problematische Bewegungs- und Leistungsmuster, etwa im Zusammenhang mit Essstörungen oder einem übermäßigen, zwanghaften Bewegungsdrang.
Depressionen
Angst, Stressbelastung und Emotionsregulation
Essstörungen, problematische Bewegungs- und Leistungsmuster
Suchterkrankungen
Persönlichkeitsstörungen
Achtsames Gehen, Achtsamkeit, ACT und psychische Flexibilität
Übergreifende Übersichtsarbeit
Hinweis zur Einordnung
Ich selbst bin seit über 30 Jahren aktiver Läufer mit allen Höhen und Tiefen und begleite seit über 20 Jahren Menschen auch lauftherapeutisch. Die folgenden Beispiele sollen einen Eindruck davon vermitteln, wie Lauftherapie praktisch aussehen kann und auf welche Weise sie hilfreich werden kann.
Riko kommt eher zögerlich zur Lauftherapie. Ein Satz, den ihm einmal ein Psychiater gesagt hat, hängt ihm bis heute nach: „Wenn ich so aus dem Leim gegangen wäre und nur rumsitzen würde, dann wäre ich auch depressiv.“ Irgendwann habe er in den Spiegel geschaut und, wie er sagt, „einen fetten, traurigen Kloß“ gesehen. Dabei ist es nicht so, dass Riko es nicht versucht hätte. Zeitweise sei er sogar drei Mal pro Woche ins Fitnessstudio gegangen, dazu kamen Phasen, in denen er sich vorgenommen habe, fitter zu werden und endlich „dranzubleiben“. Aber weder sei es ihm am Ende wirklich besser gegangen, noch sei „die Plauze geschrumpft“. So hat sich in ihm immer mehr die Überzeugung verfestigt: „Ich bin eben unsportlich. Bei mir bringt das alles nichts. Ich habe es doch schon versucht.“
Trotzdem gibt er der Lauftherapie eine Chance. Erst einmal einfach zur Gruppe kommen, ein wenig anlaufen, sehen, was passiert. Und genau da beginnt etwas sichtbar zu werden: Schon ein kurzes Anlaufen macht das, was in Rikos Kopf ohnehin los ist, noch lauter. Da ist sofort ein ganzes Feuerwerk an inneren Stimmen: „Alle anderen sind motiviert und fit.“ – „Das wirst du nicht durchhalten.“ – „Scheißidee, das macht doch gar keinen Spaß.“ – „Komm, reiß dich jetzt endlich zusammen.“ Was für andere nach ein paar Schritten Aufwärmen aussieht, ist für Riko innerlich sofort eine massive Konfrontation mit Entmutigung, Scham, Selbstkritik und Druck.
Eine wichtige erste Erfahrung ist für ihn die Gruppe. Er merkt, dass er mit diesem inneren Erleben nicht allein ist. Auch andere kennen harte Sätze im Kopf, peinliche Erinnerungen an den Schulsport, das Gefühl, nicht mithalten zu können, oder die Überzeugung, mit dem eigenen Körper grundsätzlich „falsch“ zu sein. Das nimmt Riko die Unsicherheit nicht sofort, aber es relativiert etwas von der Härte, mit der er sich selbst betrachtet.
Besonders eindrücklich wird für ihn eine ACT-basierte Gruppenübung „Classroom Chatter“. Dabei werden genau diese inneren Sätze bewusst von außen hörbar gemacht. Andere aus der Gruppe sprechen unterstützende oder entmutigende Sätze aus, während Riko geht oder, soweit möglich, langsam anläuft. So erlebt er nicht nur abstrakt, sondern ganz unmittelbar, wie stark Worte, Bewertungen und Selbstkonzepte sein Körpergefühl beeinflussen. Manche Sätze machen ihn eng, schwer und klein. Die Beine verlieren Schwung, der Brustkorb zieht sich zusammen, der Blick geht nach unten. Es wird fast körperlich spürbar, wie sehr solche inneren Geschichten Kraft nehmen können.
Und genau an diesem Punkt setzt die therapeutische Erfahrung an. Es geht nicht darum, diese Gedanken wegzudiskutieren oder Riko zu einem künstlichen positiven Denken zu bringen. Entscheidend ist etwas anderes: Riko beginnt zu erleben, dass er nicht nur diese Sätze in sich trägt, sondern auch einen anderen körperlichen Zustand in sich finden und ein Stück weit mobilisieren kann. Einen Zustand, in dem mehr Kontakt da ist — zum Atem, zu den Schritten, zum Boden, zum Rhythmus, zu sich selbst. Achtsamkeitsübungen und die Gruppe helfen ihm dabei, eine Ahnung davon zu bekommen, wie es sich anfühlen könnte, wirklich gut mit sich in Kontakt zu sein, statt entweder gegen sich anzulaufen oder in sich zusammenzusacken.
Genau darin liegt die Veränderung. Riko verliert seine alten Gedanken nicht einfach. Er kennt sie weiterhin. Aber sie bestimmen nicht mehr alles. Er beginnt, regelmäßige Bewegung nicht mehr als gescheiterten Selbstoptimierungsversuch zu erleben, sondern als etwas, das er wirklich braucht. Nicht weil er sich endlich „zusammenreißt“, sondern weil er in der Erfahrung entdeckt, dass Bewegung ihm hilft, sich weniger abgeschnitten und mehr lebendig zu fühlen. Inzwischen bewegt er sich regelmäßig, oft sogar täglich. Und aus dem Kurs sind Kontakte geblieben: Mit einzelnen Teilnehmenden trifft er sich weiterhin zum Gehen oder Laufen. Auch das gehört für ihn zu der neuen Erfahrung — nicht mehr allein zu sein mit seinem inneren Urteil und nicht mehr vollständig auf dieses Urteil festgelegt zu bleiben. „Die Sätze sind immer noch da. Aber ich merke jetzt stärker, was sie mit mir machen – und ich muss das ja alles nicht glauben, wenn ich das nicht will!“
Für Heike ist „das ganze Leben ein Marathon“. Sie ist erfolgreich, leistungsfähig, motiviert, ehrgeizig und außerordentlich überwindungsfähig. Beruflich funktioniert sie auf hohem Niveau, im Sport ebenso. Zu Hause hängt eine große Medaillenwand, die von Jahren disziplinierten Trainings, von Wettkämpfen, Bestzeiten und dem Anspruch erzählt, sich immer weiter zu steigern. Von außen wirkt Heike gesund, stark und beneidenswert, eine Frau, die überall die Goldmedaille will und dabei doch immer wieder an ihre Grenzen gerät: häufige Infekte, Erschöpfung, Einbrüche, das Gefühl, nur noch unter Spannung zu stehen. Entsprechend kommt sie auch nicht in die Lauftherapie, weil sie zu wenig Disziplin hätte, sondern weil sie ihre Laufroutine „optimieren“ will.
Schon das erste gemeinsame Anlaufen macht sichtbar, worum es bei Heike eigentlich geht. Kaum wird das Tempo langsamer, kaum geht es nicht um Pace, Distanz oder Leistung, ist in ihr sofort ein ganzes Bündel an Gedanken und Bewertungen da: „Boah, ist das lahm, das bringt mir gar nichts.“ – „So wird das mit Berlin-Bestzeit nichts.“ – „Ich gehe nachher lieber noch richtig laufen.“ – „Ich lauf mal vorne weg.” – „Ich bin müde, ich muss aufpassen, dass man mir das nicht ansieht.“ – „Ich will hier die Beste sein.“ – „Es ist schon cool, wenn ich bewundernd angeschaut werde.“ Was nach außen wie Motivation und sportlicher Ehrgeiz erscheint, zeigt sich im Erleben schnell als enge, getriebene und stark bewertende innere Welt.
Dabei fällt auf, wie wenig Spielraum in ihrer Körperwahrnehmung zunächst vorhanden ist. Heike spürt ihren Körper vor allem unter dem Gesichtspunkt von Funktion, Leistung und Kontrolle. Müdigkeit wird rasch zur Schwäche, Langsamkeit fast zur Kränkung, ein Bedürfnis nach Pause oder Schonung zu etwas, das möglichst nicht sichtbar werden darf. Der Körper ist für sie nicht vertrauter Partner, sondern eher Gegner oder Projekt. Was er braucht, wird schnell davon überlagert, was noch erreicht, optimiert oder überwunden werden soll.
In der Lauftherapie geht es dann nicht darum, Heike diese Gedanken auszureden oder sie zu einem künstlichen „Lockerlassen“ zu überreden. Entscheidend ist vielmehr, dass sie die Wirkung dieser inneren Sätze überhaupt einmal wirklich erfährt. In einer ACT-orientierten Gruppenübung, angelehnt an das „Classroom Chatter“, werden genau diese Gedanken von außen hörbar gemacht, während sie geht oder langsam anläuft. So wird ihr nicht nur abstrakt, sondern fast körperlich unmittelbar deutlich, wie stark solche Bewertungen ihr Erleben prägen: wie schnell Druck entsteht, wie eng der Brustkorb wird, wie der Atem flacher wird, wie wenig Raum noch bleibt für Rhythmus, Bodenkontakt, Umgebung oder ein tatsächliches Spüren des eigenen Körpers.
Ergänzt wird das durch Gehmeditation, kurze Sitzmeditationen und ein begleitendes Journaling. Dabei geht es gerade nicht um Kilometer, Zeiten oder darum, die Trainingseinheiten noch effizienter auszuwerten. Im Vordergrund stehen andere Fragen: Wie erholt oder erschöpft bin ich eigentlich? Was macht diese Bewegung heute mit meinem Lebensgefühl? Wo war ich wirklich in Kontakt mit mir, wo nur im Funktionieren? Was brauche ich eigentlich? Erst dadurch beginnt sich für Heike langsam etwas zu verschieben. Sie merkt, wie sehr sie sonst im Antreiben, Vergleichen und Kontrollieren gefangen ist. Und sie bekommt eine Ahnung davon, dass Laufen auch etwas anderes sein könnte: nicht nur eine weitere Arena des Leistens, sondern ein Ort, an dem sie sich wieder spüren, regulieren und in ihrem Körper mit all seinen Stärken, Einschränkungen, Macken und Vorzügen ein Stück weit zu Hause sein kann.
Genau darin liegt bei Heike die Veränderung. Sie erkennt nach und nach, dass sie gar nicht überall die Goldmedaille gewinnen will. Wichtiger wird für sie, nicht ständig gegen den eigenen Körper zu leben, sondern mehr mit ihm. Sie setzt in ihrem Leben insgesamt andere Prioritäten, begrenzt ihr Trainingsvolumen deutlich, lässt mehr freie Zeit zu – Zeit, die sie früher sofort wieder mit Laufen oder Leistung gefüllt hätte – und wird spürbar weniger streng mit sich. Und fast nebenbei, gewissermaßen ganz aus Versehen, läuft sie in Berlin eine Bestzeit.
Unverzichtbare Voraussetzung vor Beginn der Lauftherapie ist eine aktuelle sportmedizinische Untersuchung (nicht älter als 6 Monate). Sie dient dazu, medizinisch abzuklären, ob und unter welchen Bedingungen eine körperliche Belastung im Rahmen der Lauftherapie möglich und angemessen ist, welche Einschränkungen berücksichtigt werden müssen und wie gesundheitliche Überforderung oder Schädigung vermieden werden kann. Besonders wichtig sind dabei kardiovaskuläre Einschränkungen, orthopädische Belastungsgrenzen und weitere medizinisch relevante Besonderheiten, etwa Allergien mit möglicher Notfallrelevanz (z. B. Wespenstichallergie), pulmonale Einschränkungen oder sonstige Konstellationen, die in einer bewegungsbezogenen Gruppe zu berücksichtigen sind. Ein Musterformular senden wir Ihnen auf Anfrage zu. Durch die sportmedizinische Untersuchung können zusätzliche Kosten entstehen.
Im Anschluss erfolgen Vorgespräch, Befunderhebung und diagnostische Einordnung. Dazu gehören je nach Fragestellung nicht nur das klinische Gespräch, sondern auch eine fragebogengestützte Diagnostik. In diesem Rahmen wird das individuell angepasste Vorgehen gemeinsam erarbeitet: Welche Ziele stehen im Vordergrund? Welches Belastungsniveau ist angemessen? Welche psychotherapeutischen Schwerpunkte ergeben sich? Und in welcher Form kann Lauftherapie sinnvoll in die Behandlung eingebunden werden?
Im Regelfall empfehle ich ein 8- bis 12-wöchiges gruppentherapeutisches Programm als Kernelement der Behandlung. Je nach Ausgangslage können begleitende Einzelsitzungen, eine niedrigschwelligere Heranführung oder andere Anpassungen sinnvoll sein.
Zu den Kosten gilt Folgendes: Psychotherapeutische Lauftherapie ist kein Bestandteil der Regelbehandlung der Richtlinienpsychotherapie und wird daher im Regelfall als Selbstzahlerleistung erbracht. Die Honorierung orientiert sich dabei an den GOP-Ansätzen. In einzelnen Fällen kann eine Finanzierung durch private Krankenversicherungen, Arbeitgeber oder im Rahmen von Leistungen zur Teilhabe auch über ein Persönliches Budget in Betracht kommen. Ob und unter welchen Voraussetzungen dies im Einzelfall möglich ist, müssen Sie jedoch vor Beginn selbst mit dem jeweiligen Kostenträger klären.
Unter Druck, Belastung und Stress neigen Menschen oft gerade dazu, nicht das zu tun, was sie eigentlich brauchen oder was ihnen für ihr Leben wirklich wichtig ist, sondern das, was kurzfristig funktioniert, entlastet oder einem vertrauten alten Muster entspricht. Hier setzt Coaching an. Es geht nicht primär darum, Probleme möglichst geschickt wegzulösen, sondern darum, mehr Klarheit über festgefahrene oder konflikthafte Lebensbereiche zu gewinnen und die psychische Flexibilität zu entwickeln, in Übereinstimmung mit den eigenen Werten und Bedürfnissen zu handeln.
Jedem Coachingprozess gehen eine ausführliche Exploration und eine sorgfältige Auftragsklärung voraus. Im Verlauf wird die Entwicklung fortlaufend gemeinsam überprüft, damit Coachies ihre Ausrichtung und Richtung immer wieder selbst prüfen und schrittweise in ein tragfähigeres, selbstreguliertes Handeln finden können. Methodisch orientieren wir uns dabei neben klassischen verhaltenstherapeutischen Vorgehensweisen vor allem an ACT, an schemafokussierten Coachingansätzen und an Konzepten des Selbstmanagements. Ansätze aus der Akzeptanz- und Commitmenttherapie werden inzwischen nicht nur in Psychotherapie und Coaching, sondern auch im leistungsorientierten Sport breit aufgegriffen und empirisch untersucht.
Ausgewählte Literaturhinweise
Die Forschungslage ist auch hier unterschiedlich stark. Am besten untersucht sind derzeit ACT-basierte Ansätze im Arbeits- und Belastungskontext sowie mindfulness- und acceptance-basierte Interventionen im Sport. Für spezifisches ACT-Coaching im Spitzensport gibt es praxisnahe Konzepte, Einzelfall- und Interventionsstudien sowie erste Übersichtsarbeiten, insgesamt aber eine deutlich schmalere Evidenzbasis als in der Psychotherapie.
Coaching ist in Abgrenzung zur Richtlinienpsychotherapie keine Heilbehandlung und daher nicht an eine psychiatrisch-psychotherapeutische Diagnose gebunden. Maßgeblich für die Ausgestaltung des Prozesses ist vielmehr der jeweilige Coachingauftrag. Coaching ersetzt jedoch keine Psychotherapie. Wenn sich im Verlauf zeigt, dass eine psychotherapeutische Behandlung vorrangig sein sollte, muss diese entsprechend Vorrang haben. Auch wenn wir in solchen Fällen gern bei der Einordnung unterstützen, können wir nicht in jedem Fall selbst einen Therapieplatz anbieten.
Coaching und Beratung werden in der Regel als Selbstzahlerleistungen erbracht und sind grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig. Dadurch liegen die Honorare meist merklich über den Sätzen der GOP, orientieren sich in ihrer Grundlogik jedoch an diesen. Die konkrete Kostenregelung wird vor Beginn transparent besprochen.
Wenn Sie prüfen möchten, ob Coaching oder Beratung für Ihr Anliegen passend sein könnte, nutzen Sie gerne das Kontaktformular für eine unverbindliche Anfrage.
Psychologisch fundierte Angebote für Unternehmen und Einrichtungen, etwa zu Stressbewältigung, psychischer Gesundheit im Arbeitskontext oder zur begleitenden Gesundheitsförderung. Möglich sind Vorträge, Workshops, thematische Gruppenformate sowie flankierende Coaching-Leistungen für Mitarbeitende, etwa in Phasen erhöhter Belastung, bei Rollenübergängen oder zur individuellen Stabilisierung und Orientierung. Inhalte, Umfang und Rahmen werden je nach Anlass und Bedarf individuell abgestimmt.
Angeboten werden Supervision, kollegiale Fallberatung und fachliche Reflexion für therapeutische, psychosoziale und medizinische Arbeitskontexte. Dipl. Psych. Silke Langen verfügt hier über langjährige Erfahrung und ist als Supervisorin und Selbsterfahrungsleiterin bei vielen Ausbildungsinstituten anerkannt. Anliegen, Format und Rahmen werden individuell abgestimmt.
Im Rahmen der Zertifizierung als Sachverständige beziehungsweise Sachverständiger der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer (OPK) erstellen wir je nach Fragestellung und Kapazität fachliche Stellungnahmen oder gutachterliche Einschätzungen. Umfang, Zielsetzung und organisatorischer Rahmen werden vorab individuell geklärt und abgestimmt.
Alternativ können Sie Ihr Anliegen mit einem kurzen Betreff auch direkt an verwaltung@gemeinschaftspraxis-psychotherapie-erfurt.de richten.
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Dipl. Psych. Silke Langen, Psychologische Psychotherapeutin
Dipl. Psych. André Ziervogel, Psychologischer Psychotherapeut
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